Beschreibung:
Wir Menschen haben einen ständigen Zwang zum Positiven. Das unablässige Streben nach dem Guten und Schönen verursacht uns den größten Stress. Mit vielen "Konzepten für das Positive", wie z. B. Religion, Wirtschaft, Politik, Spiritualität, Gesundheit, usw. versuchen wir das Glück zu finden. Aber sie funktionieren alle nicht so, wie wir es gerne hätten. Das Negative lässt sich trotzdem nicht abwenden. Selbst "Positives Denken" ist nur die halbe Wahrheit und lockt uns auf eine Fährte der Illusion.
Was ist die Lösung?
Die Inanspruchnahme der eigenen Göttlichkeit bringt eine neue Schöpfungsenergie in unser Leben. Sie enthält keine negativen Anteile mehr und die Fülle ihrer Möglichkeiten geht weit über unsere Vorstellungen hinaus.
Dieses Buch gibt praxisbezogene Hinweise, wie die Neue Energie aktiviert werden kann und was dabei zu beachten ist.
Leseprobe
Macht braucht Kontrolle
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Obwohl die Macht als Gerüst aller „Konzepte für das Positive“ ein Trugbild ist, wirkt sie trotzdem. Sonst hätten sich diese Konzepte nie etablieren können.
Die Leere der Macht ist spürbar. Daher glauben wir einfach nicht genug davon zu haben und streben nach mehr. Es ist wie bei einem Süchtigen, der seine Dosis laufend erhöhen muss, um mindestens den gleichen Rauschzustand aufrecht erhalten zu können. Zusätzlich verliert ein Machtgefälle relativ rasch an Wirksamkeit, weil der Gewöhnungseffekt kontraproduktiv verläuft. Je länger man sich unterordnet, desto normaler wird dieser Zustand und man beginnt, innerhalb des Gegebenen seinen Freiraum zu erweitern. Aus diesen beiden Gründen muss die Aufrechterhaltung des Machtgefälles ständig kontrolliert werden. Die annehmende Minderheit prüft (mit Erlaubnis der Abgeber!) das zweckorientierte Kollektiv, ob der seinerzeitige Energiefluss noch wirksam ist bzw. lässt einen Zweifel erst gar nicht aufkommen. Ergänzend dazu verstärkt die Kontrolle bestehende Strukturen und zeigt, wer der Herr (oder Frau) im Haus ist.
Diese Problematik kann man gut an totalitären Staatssystemen erkennen. Je mächtiger ein Diktator oder eine Regierung sein will, desto stärker ist auch der Geheimdienst, die Polizei und Armee. Meist wird der wachsende Einfluss von Terror und Schrecken begleitet, bis das ganze Kartenhaus zusammenbricht.
Auch in Unternehmen geht es ähnlich zu. Es gab noch nie soviel Controlling, Berichte und notwendige Rechtfertigungen wie jetzt. Natürlich kann jeder einzelne Zettel vom Management argumentiert werden. Logisch! Aber betrachtet man diese Entwicklung mit ein bisschen Abstand, dann sieht man, wie die in der Vergangenheit gewachsenen Strukturen an funktioneller Gültigkeit verlieren. Das steigende ICH-Bewusst-Sein erschüttert sie, weil die MitarbeiterInnen das „Richtig und Falsch“ für sich in Anspruch nehmen wollen. Dabei geht es um die Eigen-Verantwortung und maximale Akzeptanz ihrer Person. Sie sind keine Untergebenen mehr, sondern wollen als gleichwertige Individuen behandelt werden.
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1.3.1 Prostitution für die Werte der Anderen
Da wir keine Verlierer sein möchten, lassen wir uns lieber - direkt oder indirekt – Bewertungen von anderen Menschen aufdrücken. Für das Positive („richtig“) sind wir sogar bereit, uns zu prostituieren. Wir verkaufen uns. Es ist kein Unterschied zu den Damen und Herren der käuflichen Liebe. Auch wir wollen einen bestimmten Lohn haben und geben uns dafür hin. Es verhält sich zwar nicht so offensichtlich und erscheint moralisch höchst gerechtfertigt, aber dennoch bieten wir uns an, Richtiges gegen „Bezahlung“ zu übernehmen. Wir opfern die mit viel Leid erworbenen Falten des Alters am Operationstisch der Schönheitschirurgie. Nur damit wir bei der Definition „gutes Aussehen“ (mächtig sein) richtig liegen, verleugnen wir lieber unsere Vergangenheit. Obwohl jede einzelne Falte in unserem Gesicht eine abendfüllende Geschichte erzählen könnte, die man erst einmal erleben muss, schämen wir uns dafür. Oder, wenn es uns nicht gut geht, setzen wir ein Lächeln auf. Es sollte doch niemand auf die Idee kommen, dass wir im Moment etwas angeschlagen (ohnmächtig) sein könnten.
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2.2 Existenz und Nicht-Existenz des Positiven
Alles im Universum unterliegt der Polarität von Existenz. Entweder es existiert oder es existiert nicht. Technisch gesehen kann man von einem positiven (Existenz) oder negativen (Nicht-Existenz) Zustand ausgehen. Als Menschen stellen wir fest, ob Materie und Energie da sind oder nicht da sind. Sonnenschein ja oder Sonnenschein nein. Regen ja oder Regen nein.
Lustigerweise können wir aber den negativen Zustand von Materie und Energie nicht wirklich feststellen. Lediglich die Wahrnehmung eines fehlenden positiven Zustands ist möglich. Wenn etwas fehlt, dann schließen wir darauf, dass es auch nicht da ist. Die positive Existenz von Materie und Energie ist meist auch messbar, die negative Existenz aber nicht.
Zum Beispiel können wir die Intensität von Licht mit einem Luxmeter quantifizieren. Für die Dunkelheit gibt es hingegen kein Messinstrument, mit dem sich erklären lässt, wie viel finster es momentan ist. Das Luxmeter zeigt nur das vorhandene Restlicht an. Wenn er bei „0“ steht, lesen wir das gänzliche Fehlen von Licht ab, nicht jedoch die Intensität von Dunkelheit. Was wir sowieso nicht sehen könnten, weil es ja finster ist.
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3.2 Weg in die Freiheit
Die menschliche Definition des Erschaffens besteht aus drei Teilen:
Wille - Weg - Ziel
Wenn wir uns für das Positive entschieden haben und es mit einer konkreten Absicht in die Handlung bringen, dann machen wir oft schon zu Beginn einen nicht unerheblichen "Fehler". Wir unterliegen einem nicht bewussten Irrtum in der Zeit. Damit behindern wir die Transformation in der Schöpferenergie. Wir machen es ihr schwieriger, die von uns gewünschte Manifestation entstehen zu lassen. Der "Weg" hat einen direkten Zusammenhang mit der Zeit, die sie von der Initiative bis zur Materialisierung braucht.
Nehmen wir an, eine Person ist krank und sie wird gefragt, was sie sich wünscht. Die Antwort wird wahrscheinlich lauten: "Ich möchte wieder gesund werden."
Jemand, der seinen Job verloren hat und seit längerer Zeit erfolglos auf Stellensuche ist, möchte wieder arbeiten gehen dürfen/können. Wenn wir etwas verlieren, dann hoffen wir es "wieder zu finden". Genauso wie ein Schmerz "wieder weggehen" soll, und wir uns oft nach der Herrlichkeit unseres Ursprungs "zurück sehnen".
Sie haben sicherlich schon erkannt, worum es geht. Mit dem Wörtchen "wieder" drücken wir das Bestreben aus, die Vergangenheit wiederholen zu wollen. Wir möchten das bereits Geschehene wieder zur Gegenwart machen. Was sich einmal manifestiert hat und dann weggegangen ist, soll neuerlich in unserer Realität erscheinen. Das funktioniert nicht, weil es nicht funktionieren kann. Mit diesem Wunsch geben wir der Schöpfungsenergie einen Auftrag, den sie so nicht erfüllen kann.
Innerhalb des materiellen Raums im Universum sind wir an den geradlinigen Ablauf von Zeit gebunden. Und die Zeit läuft ausschließlich nur nach vor und nie rückwärts. Damit ist eine Übertragung der Vergangenheit in die Gegenwart oder Zukunft UNMÖGLICH.
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